Was kommt nach dem Internet der Dinge?

Intelligenter Content und Smart Services

Was kommt nach dem Internet der Dinge? Intelligenter Content und Smart Services

Internet of Things
Foto "Internet of things connected world wide web illustration" Urheber: iconimage, fotolia

Schlagwörter wie Internet der Dinge, Smart Services oder intelligenter Content beherrschen die Schlagzeilen. Ob Unternehmen in der Zukunft wettbewerbsfähig sind, hängt davon ab, wie flexibel sie ihren Kunden zugeschnittene Informationen liefern können und wie relevant diese Informationen für die Kunden sind. In Zukunft nehmen Informationen und Datenvolumen durch den gesteigerten Informationsbedarf weiter zu. Um Informationen abzulegen, zu ordnen und wieder verwenden zu können, damit sie am richtigen Ort zur richtigen Zeit dem Kunden zugespielt werden können, müssen diese strukturiert vorliegen und austauschbar sein.

Vom Internet der Dinge zu den Smart Services

Das Internet der Dinge (IoT) hat Einzug in unsere Alltags- und Arbeitswelt erhalten. Verschiedene Hardware (Geräte, Schalter, Sensoren) werden miteinander vernetzt und physische Produkte verschmelzen mit digitalen Produkten. "Das Internet der Dinge bezeichnet die weitreichende Vernetzung zwischen Dingen, Nutzern, Unternehmen und Partnern und bietet somit Privatnutzern eine höhere Lebensqualität und ermöglicht Firmen, zusätzlichen Unternehmensmehrwert zu generieren". (1). Privatnutzer können so bequem ihr Heizthermostat in ihrer Wohnung vom Handy aus steuern oder ihr Postpaket im Netz verfolgen. Die Daten dazu werden zwischen der Hardware weitergegeben. Eingreifen kann der Privatnutzer, in dem er vom Handy aus die Temperatur ändert und diese Änderung zwischen der Hardware weitergegeben wird. Unternehmen können intelligent Ressourcen planen und steuern. Wegbereiter des Internet der Dinge war und ist das mobile Internet. Die kontinuierlich steigenden Zahlen von mobilen Internet-Diensten führen auch dazu, dass datenfokussierte Dienste oder auch Smart Services an Bedeutung gewinnen. Erfolgreiche Produkte müssen neben technischen Innovationen auch verbesserte Serviceleistungen durch kundenspezifische Informationen angereichert werden. Das Internet der Dinge wird zukünftig zum Internet der Dienste. Smart Services unterstützen über cloudbasierte Plattformangebote insbesondere die Erhebung und Bereitstellung von Umgebungsinformationen (Sensorik), die Filterung und Aggregation von Daten und die nutzergerechte Präsentation der Informationen (2). Plattformen stellen den Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage an Daten und Informationen dar. Ein Beispiel für Smart Services ist, dass ein Kühlschrank mit einem Handy verknüpft ist. Wenn der Kühlschrank leer ist, bekommt der Privatnutzer die Information, welche Produkte ausgegangen sind. Bequem kann der Privatnutzer dann auf seinem Handy einen Lieferservice wählen, der ihm Vorschläge für Lebensmittel je nach Anlass macht und die fehlenden Lebensmittel nach Hause liefern lässt.

Strukturierte Daten als eine technische Voraussetzung für Smart Services

Smart Services tauschen Kontext-abhängige Daten mit anderen Services aus und sind kompatibel. Um dies zu gewährleisten, sollten die Daten in einem gleichen Format oder noch besser in einem Standardformat vorliegen, strukturiert (Smart Data) abgelegt sowie miteinander verknüpft sein. Eine Möglichkeit Daten zu strukturieren bietet das Datenformat XML oder JSON. JSON oder XML dienen als Standard-Austauschformat für Daten im Netz. Mit ihnen können Daten und Informationen problemlos und unabhängig vom benutzten Computer, Betriebssystem oder Browser gelesen, bearbeitet und zielgerichtet an den Kunden ausgeliefert werden.

Fazit

Die Zukunft ist also nicht nur die intelligente Vernetzung von Hardware, sondern die Bereitstellung von Smart Services durch intelligente Technik und kundenspezifischen Informationen, um den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Eine technische Voraussetzung für die Bereitstellung intelligenter Informationen sind strukturierte Informationen auf Basis von XML oder JSON, internationalen Standard-Datenaustauschformate, die für Wiederverwendbarkeit und Erweiterbarkeit stehen.

Quellen:

  1. (1) Deloitte, Industrielles Internet der Dinge - die Rolle von Telekommunikationsunternehmen)
  2. (2) Smart Service Welt - Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft Ein Technologiewettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Java Server Programming J2Ee 1.4 Ed. Black Book, Dreamtech Software Team;

Prof. Dr. Heike Simmet, Erfolgsfaktoren smarter Services im Zeitalter des "Internet der Dinge"