Interview mit Thomas Cloer

appsoft Technologies und Herr Thomas Cloer, leitender Redakteur bei der IDG Business Media GmbH, trafen sich zu einem Gespräch über Xeditor.

Thomas Cloer
Foto: Thomas Cloer, privat

appsoft: Herr Cloer, Sie arbeiten schon sehr lange als Autor und Redakteur: Wie hat sich der Journalismus in den letzten Jahren verändert? Was bedeutet dies für Ihren Arbeitsalltag?

Thomas Cloer: Das journalistische Tagesgeschäft ist vor allem sehr viel "zerhackter" geworden und kleinteiliger. Ich muss sehr viel mehr Kanäle im Auge behalten und bedienen als früher - die Zeiten, in denen wir Tage (oder gar Wochen wie Ende der 1990er Jahre) ungestört an einer langen, ausrecherchierten Geschichte arbeiten konnten, sind lange vorbei. Dazu kommt, dass die Verlage ihre Redaktionen in den vergangenen Jahren personell massiv zusammengestrichen haben, was die Arbeitsverdichtung nochmals potenziert.

appsoft: Technologie-Kompetenz stellt heutzutage einen absoluten Wettbewerbsvorteil in der Verlagsbranche dar. Welche Anforderungen stellen Sie generell an Technologie aus der Sicht eines Autors/Redakteurs?

Thomas Cloer: Das kann ich kurz machen: Meine Werkzeuge sollen mir die Arbeit erleichtern, sprich ich möchte damit nicht mehr Arbeit haben als ohne. Also möglichst selbsterklärend mit steiler (oder idealerweise überhaupt keiner) Lernkurve. Und ich persönlich bin ein Ästhet, sprich was "Augenkrebs" erzeugt geht gar nicht. Last, but ganz sicher not least sollte Technologie wo möglich auch die Arbeit in Teams unterstützen.

appsoft: Xeditor legt sehr viel Wert auf Usability und wirbt mit seiner "benutzerfreundlichen und intuitiven" Oberfläche, die sehr an MS Word angelehnt ist. Welche Erfahrungen konnten Sie diesbezüglich mit Xeditor machen?

Thomas Cloer: Dass die Oberfläche sehr an Word angelehnt ist, finde ich persönlich gar nicht. Benutzerfreundlich und intuitiv kann ich aber unterschreiben - man muss nur einmal grundsätzlich verstehen, dass gewöhnlich systemweite Befehle wie Copy und Paste nur innerhalb von Xeditor greifen, solange dieser geöffnet ist. Ansonsten sind alle Befehle und Optionen sinnvoll gruppiert. Man merkt, dass die Entwickler eine Menge Erfahrung aus der Entwicklung von Content-Management-Systemen haben. Und was nicht passt, wird passend gemacht - der Xeditor lässt sich ja fast nach Belieben anpassen oder erweitern.

appsoft: Welche weiteren Vorteile ergaben sich für Sie mit Xeditor?

Thomas Cloer: Endlich unabhängig sein von Browser und Betriebssystem - unser früherer XML-Editor lief als ActiveX-Control nur in älteren Versionen des Internet Explorer unter Windows, ein absolutes Unding mittlerweile. Außerdem ist es ungemein hilfreich, Office-Dokumente unter weitgehender Beibehaltung der Formatierung importieren oder Tabellen mit einem visuellen Editor anlegen und bearbeiten zu können. Und bei uns gibt es eine direkte Suche in unserer Bilddatenbank, unserem Videoarchiv und auch direkt über YouTube. Das spart mir im Vergleich zu früher unheimlich viel Arbeit und Zeit.

appsoft: Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie für Xeditor?

Thomas Cloer: Das wirklich Einzige, was ich gegenüber unserem früheren Editor vermisse, ist Verschieben von Bildern mit der Maus (Drag and Drop).

appsoft: Herr Cloer, wir danken Ihnen für das Interview!